UNIT SGB VIII + XII

UNIT SGB VIII + XII

3 – 6 Std. pro WOCHE

100 +

Stundenanzahl  1- 6 / Woche

Therapeutische Unterstützung

Praktische Unterstützung

Förderung teils über 1 – 3 Jahre

ANTRAGSTELLUNG beim JUGENDAMT, SOZIALAMT oder LANDSCHAFTSVERBAND (LVR)

Die Coachingstunden können beim Jugendamt, Sozialamt oder Landschaftsverband Rheinland beantragt werden. Bei der Antragstellung helfen vorgeschaltete Beratungsstellen bei der Diakonie, der Caritas etc. 

ANTRÄGE

Soziales Netz

Soziales Netz

INFORMATIONEN

Auswahl relevanter Gesetze

Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in relevante Gesetze als Anregung zum weiteren Recherchen. Sie bieten auch Anknüpfungspunkte für das Gespräch mit den Beratungsstellen. Sie dienen jedoch nicht einer rechtlichen Beratung.

Bürokratie

Neue bürokratische Herausforderung sind sozusagen das letzte, was man in diesen rastlosen Zeiten braucht. Man muss sich in eine fremde Logik und in eine manchmal verstörende Terminologie einarbeiten. Da ist beispielsweise von „seelischer Behinderung“ (§ 35 a, SGB VIII) die Rede. Das trifft meist nicht die Einschätzung der Eltern, wenn sie über ihr Kind nachdenken und darüber, wie man ihm helfen könnte.

Aber mit Zeit kann es einem bei diesen und anderen bürokratischen Erfordernissen gehen wir Reinhard Mey in ‚Einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars‘:

Mein Verhältnis zu Behörden war nicht immer ungetrübt,
Was allein nur daran lag, dass man nicht kann, was man nicht übt.
Heute geh‘ ich weltmännisch auf allen Ämtern ein und aus,
Schließlich bin ich auf den Dienstwegen schon so gut wie zu Haus.

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Sozialgesetzbuch SGB – Erstes Buch I

BERATUNG & AUSKUNFT

§ 14 SGB I Beratung

1 Jeder hat Anspruch auf Beratung über seine Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch.

2 Zuständig für die Beratung sind die Leistungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind.

§ 15 SGB I Auskunft

(1) Die nach Landesrecht zuständigen Stellen, die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung sind verpflichtet, über alle sozialen Angelegenheiten nach diesem Gesetzbuch Auskünfte zu erteilen.

(2) Die Auskunftspflicht erstreckt sich auf die Benennung der für die Sozialleistungen zuständigen Leistungsträger sowie auf alle Sach- und Rechtsfragen, die für die Auskunftsuchenden von Bedeutung sein können und zu deren Beantwortung die Auskunftsstelle imstande ist.

(3) Die Auskunftsstellen sind verpflichtet, untereinander und mit den anderen Leistungsträgern mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, eine möglichst umfassende Auskunftserteilung durch eine Stelle sicherzustellen.

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Nehmen Sie sich Zeit zum Lesen …

         Ein Gläschen Wein zur trockenen Lektüre

Nehmen Sie sich Zeit zum Lesen …

INSPIRATION

Die Zitieren der Gesetze dient der Inspiration, auch wenn einem dieses Wort in dem Zusammenhang mit der Sozialgesetzgebung nicht so recht über die Lippen kommen will. – Anderseits: Wenn man sich durch das Antragsverfahren durchgekämpft hat, bekommt eine wirklich breite und gute Plattform für Gestaltung und Erreichen der gesetzten Ziele – und eine ansehnliche finanzielle Unterstützung, ohne die höchst umfassende Unterstützung nicht zu erreichen ist.

Sozialgesetzbuch SGB – Achtes Buch VIII

– Kinder- und Jugendhilfegesetz –

Zweites Kapitel – Leistungen der Jugendhilfe (§§ 11 – 41)

Vierter Abschnitt – Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige (§§ 27 – 41)

§ 30 SGB VIII Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer

Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbständigung fördern.

§ 35 SGB VIII Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung soll Jugendlichen gewährt werden, die einer intensiven Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. Die Hilfe ist in der Regel auf längere Zeit angelegt und soll den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen Rechnung tragen.

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§ 35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

§ 35a Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche Kinderoder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn

  1. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und
  2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Von einer seelischen Behinderung bedroht im Sinne dieses Buches sind Kinder oder Jugendliche, bei denen eine Beeinträchtigung ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

§ 41 SGB VIII Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung

(1) Einem jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. 2Die Hilfe wird in der Regel nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt; in begründeten Einzelfällen soll sie für einen begrenzten Zeitraum darüber hinaus fortgesetzt werden…

SICH EINEN ÜBERBLICK VERSCHAFFEN

SCIH EINEN ÜBERBLICK VERSCHAFFEN

INFORMATIONEN

Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in relevante Gesetze als Anregung zum weiteren Recherchen. Sie bieten auch Anknüpfungspunkte für das Gespräch mit den Beratungsstellen. Sie dienen jedoch nicht einer rechtlichen Beratung.

Sozialgesetzbuch SGB – Zwölftes Buch XII

– Sozialhilfe –

Sechstes Kapitel – Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (§§ 53 – 60a)

§ 53 SGB XII Leistungsberechtigte und Aufgabe

(1) Personen, die durch eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe, wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art oder Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann. Personen mit einer anderen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung können Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten…

§ 54 SGB XII Leistungen der Eingliederungshilfe

Leistungen der Eingliederungshilfe sind neben den Leistungen nach § 140 und neben den Leistungen nach den §§ 26 und 55 des Neunten Buches .. insbesondere

  1. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen einschließlich der Vorbereitung hierzu;die Bestimmungen über die Ermöglichung der Schulbildung im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht bleiben unberührt,
  2. Hilfe zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf einschließlich des Besuchs einer Hochschule,
  3. Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit,
  4. Hilfe in vergleichbaren sonstigen Beschäftigungsstätten nach §56,
  5. nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit der ärztlichen und ärztlich verordneten Leistungen und zur Sicherung der Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsleben.

KRITISCHE PRÜFUNG

KRITISCHE PRÜFUNG

INFORMATIONEN

Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in relevante Gesetze als Anregung zum weiteren Recherchen. Sie bieten auch Anknüpfungspunkte für das Gespräch mit den Beratungsstellen. Sie dienen jedoch nicht einer rechtlichen Beratung.

Sozialgesetzbuch SGB – Neuntes Buch IX

– Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung –

Zehntes Kapitel – Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§§ 49 – 63)

§ 4 SGB IX Leistungen zur Teilhabe

(1) Die Leistungen zur Teilhabe umfassen die notwendigen Sozialleistungen, um unabhängig von der Ursache der Behinderung

  1. die Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern,
  2. Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden, zu mindern oder eine Verschlimmerung zu verhüten sowie den vorzeitigen Bezug anderer Sozialleistungen zu vermeiden oder laufende Sozialleistungen zu mindern,
  3. die Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend den Neigungen und Fähigkeiten dauerhaft zu sichern oder
  4. die persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft sowie eine möglichst selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen oder zu erleichtern.

§ 55 SGB IX Unterstützende Beschäftigung

(1) Ziel der Unterstützten Beschäftigung ist es, Leistungsberechtigten mit besonderem Unterstützungsbedarf eine angemessene, geeignete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen und zu erhalten. Unterstützte Beschäftigung umfasst eine individuelle betriebliche Qualifizierung und bei Bedarf Berufsbegleitung.

(2) Leistungen zur individuellen betrieblichen Qualifizierung erhalten Menschen mit Behinderungen insbesondere, um sie für geeignete betriebliche Tätigkeiten zu erproben, auf ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vorzubereiten und bei der Einarbeitung und Qualifizierung auf einem betrieblichen Arbeitsplatz zu unterstützen. Die Leistungen umfassen auch die Vermittlung von berufsübergreifenden Lerninhalten und Schlüsselqualifikationen sowie die Weiterentwicklung der Persönlichkeit der Menschen mit Behinderungen. …

(3) Leistungen der Berufsbegleitung erhalten Menschen mit Behinderungen insbesondere, um nach Begründung eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses die zu dessen Stabilisierung erforderliche Unterstützung und Krisenintervention zu gewährleisten …

Abschnitt 2 Beratung (§§ 32 – 35)

§ 32 SGB IX Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

(1) 1 Zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohter Menschen fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige ergänzende Beratung als niedrigschwelliges Angebot, das bereits im Vorfeld der Beantragung konkreter Leistungen zur Verfügung steht. 2 Dieses Angebot besteht neben dem Anspruch auf Beratung durch die Rehabilitationsträger.

(2) 1 Das ergänzende Angebot erstreckt sich auf die Information und Beratung über Rehabilitations- und Teilhabeleistungen nach diesem Buch. 2 Die Rehabilitationsträger informieren im Rahmen der vorhandenen Beratungsstrukturen und ihrer Beratungspflicht über dieses ergänzende Angebot.

§ 34 SGB IX Sicherung der Beratung von Menschen mit Behinderungen

(1) Die Beratung durch Ärzte, denen eine Person nach § 33 vorgestellt wird, erstreckt sich auf geeignete Leistungen zur Teilhabe. Dabei weisen sie auf die Möglichkeit der Beratung durch die Beratungsstellen der Rehabilitationsträger hin und informieren über wohnortnahe Angebote zur Beratung nach § 32. …

(3) Nehmen medizinisches Personal außer Ärzten und Sozialarbeiter bei der Ausübung ihres Berufs Behinderungen bei volljährigen Personen wahr, empfehlen sie diesen Personen oder ihren bestellten Betreuern, eine Beratungsstelle für Rehabilitation oder eine ärztliche Beratung über geeignete Leistungen zur Teilhabe aufzusuchen.

Wunsch- und Wahlrecht

Wunsch- und Wahlrecht

Wunsch- und Wahlrecht

– SGB VIII – SGB IX – SGB XII –

BERATUNG CLICC-COACHING

Diese Seite vermittelt einen Einblick in die gesetzliche Landschaft, durch die Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen können. Die Materie ist umfangreich. So ist es wunderbar, dass unentgeltliche Beratungsangebote zur Verfügung stehen.  In der Regel besteht bei Sozialleistungen ein Rechtsanspruch auf die gesetzlichen Leistungen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Allerdings macht es erfahrungsgemäß wenig Sinn rechtlich zu argumentieren. Aber es ist sinnvoll die Rechte zu kennen, um im Rahmen dieser Gesetze pädagogisch, psychologisch oder einfach nur vom common sense ausgehend den eigenen Fall darzustellen.

Einige Tipps können Sie schon von mir in einem Informationsgespräch vorab erhalten.

Rufen Sie an!

Wunsch- und Wahlrecht

Laut Gesetzt gibt es auch das Wunsch- und Wahlrecht – § 5 SGB VIII + §§ 8 SGB IX + § 9 SGB XII. Das mag als Indikator für die eigenen Rechte ganz sinnvoll sein. In der Praxis kommt es letztlich darauf an, dass  Einigkeit zwischen dem jeweiligen Amt und dem Antragsteller erzielt wird.

Nach § 9 SGB XII richten sich die Leistungen  nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach der Art des Bedarfs, den örtlichen Verhältnissen, den eigenen Kräften und Mitteln der Person oder des Haushalts bei der Hilfe zum Lebensunterhalt. – Doch gleichzeitig wird auf viele Einschränkungen hingewiesen.