UNIT ELTERN & KIND

UNIT ELTERN & KIND

7 x 1 Std. à 50 Min.

TRAIN THE TRAINER

ELTERN & KIND

Kinder als Spiegel

Gedanken dazu können Sie auf dieser Seite lesen. Zwei Beispiele aus der Coachingpraxis sollen diese These veranschaulichen.

ELTERN & KIND

Wenn ich nur darf, wenn ich soll,

aber nie kann, wenn ich will,

dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.

Wenn ich aber darf, wenn ich will,

dann mag ich auch, wenn ich soll,

und dann kann ich auch, wenn ich muss.

Denn schließlich:

Die können sollen, müssen auch wollen dürfen. 

WER FÜHRT ?

Train the Trainer

Wir kennen es aus dem Fußball. Wenn die Mannschaft schlecht spielt, wird der Trainer, nicht die Mannschaft ausgewechselt..

Schwierigkeiten haben oder machen?

Für Kinder, die noch nicht in der Pubertät sind,  bietet Ihnen CLICC-COACHING folgende Optionen an:

  1. Eine Coaching- Sequenz von 7 Stunden. In den ersten zwei Stunden kommen die Eltern oder ein Elternteil alleine und schildern die Situation und das Problem, das Anlass für die Suche nach neuen Lösungswegen war. In den folgenden drei Stunden lerne ich die Themen aus Sicht des Kindes kennen. In der 7. und letzten Stunde berate ich die Eltern über mögliche Lösungen – neue Interventionen, Haltungsänderungen, Hinzuziehen von weiteren Experten etc.
  2. Ein Coaching für Vater oder Mutter. Es wird geklärt, welche neuen Weichenstellungen das Potential haben, die Situation nachhaltig zu verbessern: Neue Aktionen → neue Re-Aktionen. Einem veränderten  INPUT folgt ein neuer OUTPUT. So wird die Situation für das Kind grundsätzlich neu gestaltet. Die Arbeit erfolgt mit einem Elternteil, da die langjährige Praxiserfahrung gezeigt hat,  dass dieser Weg effektiver und effizienter ist.

Kinder vor der Pubertät sind nicht in der Lage, auf komplexe familiäre Situationen zielgerichtet und ausgleichend zu reagieren. Erst mit der Pubertät gelingt es ihnen, eigene Stellung zu beziehen und ihre Sicht der Dinge vorzutragen und Konflikte bewusst lösungsorientiert oder konfrontativ auszutragen. Über die dramatischen Veränderungen im Gehirn während der Pubertät gibt dieser Beitrag aus der GEO von Harald Willenbrock. Gehirn im Umbau _Artikel GEO 2008

Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen.Diese Person sind sie selbst.

Peter F. Drucker – Begründer der modernen Managementlehre

STUNDENABLAUF

1. Std.

ELTERN

Schilderung der Problemlage

2. Std.

ELTERN

Reaktionen des Kindes

3. Std.

TOCHTER / SOHN

Das Kind erzählt …

4. Std.

TOCHTER / SOHN

Gespräch mit dem Kind

5. Std.

TOCHTER / SOHN

Potential des Kindes

6. Std.

FEEDBACK / ELTERN

Konstellation aus Sicht des Coachs

7. Std.

FEEDBACK / ELTERN

Empfehlungen & Perspektiven

Evtl. Stunde Eins

Fortführung d. Coachings

mit einem Elternteil

BEISPIELE AUS DER COACHINGPRAXIS

Macht und Ohnmacht – aus der Schwäche heraus geboren

Ein 10-jährige Junge, Jonas, wurde in meiner Praxis vorgestellt. Er wurde mir zuvor von den Eltern als aufmüpfig, altklug bis besserwisserisch, dabei sehr maniriert und teils erstaunlich arrogant geschildert. Das Echo der Schule war gleichlautend und auch mir gegenüber machte er keine Ausnahme. Dazu ein mittelmäßiger Schüler mit hohen Ansprüchen an die Lehrer, über die er zugleich streng urteilte. Mit 10 Jahren.

Wie es sich heraus stellte, spielte Jonas als Einzelkind in der Beziehung seiner Eltern eine ganz entscheidende Rolle. Er war das Zünglein an der Waage. In der Beziehung der Eltern untereinander fiel sein Votum je nach Stimmung und eigenem Vorteil mal zugunsten der Mutter, mal zugunsten des Vaters aus. Damit hatte er eine Machtposition gewonnen, die ihm nicht zukam und die er auch nicht ausfüllen konnte. Bei einer gleichzeitig empfundenen Ohnmacht; denn wenn die Eltern sich einig waren, dann verwandelte er sich plötzlich vom Strippenzieher zu – in seinem Empfinden – einem isolierten, einsamen Familienmitglied ohne nennenswerten Einfluss. Die Solidarisierung mit einem Elternteil bedeutete gleichzeitig ein Affront gegen den anderen Elternteil. Loyalitätskonflikte, die das Kind trotz aller scheinbaren Machtfülle nicht aushalten konnte. So war Jonas im Grund zutiefst verunsichert und unglücklich, mit all den daraus folgenden Konsequenzen.

Erst als die Eltern begannen, ihren Sohn aus ihrem Verhältnis untereinander heraus zu halten, Jonas seinen festen Platz als Kind in der Familie einräumten, ihn als Kind die Geborgenheit in ihrer Beziehung gaben, die ein Kind braucht  und ihn nicht mehr als Partei nutzten, begannen sich die Probleme im Elternhaus und auch in der Schule zu lösen

Familienbeziehungen reloaded

Die Entdeckung der Langsamkeit

Frau Mareen meldete sich bei mir 2 Jahre, nachdem ihr erster Sohn erfolgreich ein Coaching bei mir abgeschlossen hatte. Nun ging es um ihre Tochter Clara. Es waren noch drei Monate bis zu dem Stichtag, an dem die Schule die Empfehlungen für die weiter führenden Schulen heraus geben wollte. Die Lehrerin hatte den Eltern bereits signalisiert, dass Clara rotz ihrer hohen Begabung  aufgrund ihrer lähmenden  Langsamkeit keine Empfehlung für das Gymnasium erhalten sollte. Deshalb sollte Clara ins Coaching kommen. Das lehnte ich nicht nur aufgrund ihres jungen Alters ab. Frau Mareen erzählte, dass diese enervierende Langsamkeit sich schon vor dem Kindergartenalter manifestiert hatte. Ein zweijähriges Kind, das ist sicher, re-agiert. Es agiert nicht.

Wir vereinbarten, dass ich mir die Familienkonstellation bei einem Mittagessen bei ihnen zu Hause anschauen würde, um dann noch mit den Kindern einen Spaziergang im Wald zu machen. Clara entpuppte sich als agiles, fröhliches und leichtfüßiges Wesen. Vor einer bleiernden Langsamkeit keine Spur. Die Langsamkeit war also situativ und beziehungsmäßig bedingt.

Frau Mareen und ich vereinbarten 14 Coachingstunden bei einer Stunde wöchentlich. Frau Mareen arbeitete regelmäßig, konzentriert und lösungsorientiert mit. In der 13. Stunden erzählte sie strahlend, dass Clara die Empfehlung für das Gymnasium erhalten hatte.

Wiederum zwei Jahre später ist Clara selbst für einige Stunden ins Coaching gekommen. Heute studiert sie Medizin.

Lauter leise Töne

ZWEI GENERATIONEN – EIN TEAM